Berufsunfähigkeitsversicherung
Warum sollte man eine Berufsunfähigkeitsversicherung abschliessen
Im Laufe eines Lebens können verschiedene Situationen eintreten, sei es eine Krankheit oder ein Unfall, die das Ausführen des Berufs unmöglich werden lassen. In diesen Fällen erhalten Versicherte der gesetzlichen Rentenversicherung seit 2005 nur noch die so genannte Erwerbsminderungsrente. Diese wird jedoch nur dann voll ausgezahlt, wenn der Betroffene nicht einmal mehr drei Stunden pro Tag arbeitsfähig ist. Wer noch sechs Stunden arbeitsfähig ist, erhält keine Leistungen der gesetzlichen Rentenversicherung. Auch Selbstständige und Freiberufler können hier nicht mit einer monatlichen Zahlung rechnen.Es ist daher notwendig, privat vorzusorgen, um sich für den Fall einer Berufsunfähigkeit finanziell abzusichern.
Was leistet eine Berufsunfähigkeitsversicherung
Eine private Berufsunfähigkeitsversicherung leistet im Versicherungsfall eine monatliche Rente, deren Höhe sich nach den Vereinbarungen zwischen Versicherungsnehmer und Versicherungsgesellschaft richtet. Jeder kann somit beim Abschluss der Berufsunfähigkeitsversicherung selbst entscheiden, welche Leistungen später einmal ausgezahlt werden soll. Es ist jedoch wichtig, dass zumindest 70% des Nettoeinkommens abgedeckt werden, auch bestehende Kredite sollten bei der Wahl der Berufsunfähigkeitsrente berücksichtigt werden.
Was muss man beim Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung
Eine private Berufsunfähigkeitsversicherung wird heute von nahezu jeder Versicherungsgesellschaft angeboten. Beim Abschluss des Vertrages müssen jedoch einige Aspekte berücksichtigt werden. So sollte die Versicherung zum Beispiel auf ihr Recht der Verweisbarkeit verzichten. Somit erhält ein Dachdecker die vereinbarte Berufsunfähigkeitsrente, auch wenn er noch als Berater im Baumarkt arbeiten könnte. Weiterhin sollten Versicherte die freie Arztwahl haben, denn einige Gesellschaften akzeptieren nur noch Gutachten ihrer eigenen Ärzte.
Wie viel kostet eine Berufsunfähigkeitsversicherung
Die Preise einer Berufsunfähigkeitsversicherung orientieren sich grundsätzlich am Alter, am Geschlecht, am ausgeübten Beruf sowie an aktuellen Gesundheitszustand. Beim Abschluss der Berufsunfähigkeitsversicherung müssen Antragsteller daher immer bestehende Erkrankungen angeben. Auch die Angabe, ob der Antragsteller Raucher ist, ist seit einigen Jahren notwendig. Somit will die Versicherung das jeweilige Versicherungsrisiko einschätzen, bei Vorerkrankungen kann es unter Umständen zu Beitragsaufschlägen kommen. Da sich die Preise für die Berufsunfähigkeitsversicherung vornehmlich am Alter orientieren, sollten die Versicherung möglichst bereits bei Ausbildungsbeginn abgeschlossen werden. Zu diesem Zeitpunkt weisen Versicherte meist auch nur wenige bis gar keine Vorerkrankungen auf. Einige Versicherungsunternehmen bieten die Berufsunfähigkeitsversicherung bereits ab einem Alter von 16 Jahren an.